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War es ein Terroranschlag? IS reklamiert Angriff auf Biker-Gruppe für sich

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Bei einem Angriff auf Touristen in Tadschikistan sind am Sonntag ein Schweizer getötet und eine Schweizerin verletzt worden. Die Terrormiliz IS bekannte sich zur Tat.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt den tödlichen Angriff auf einen Schweizer Biker in Tadschikistan. Das EDA leiste konsularischen Schutz, teilte es weiter mit. Es stehe in Kontakt mit der verletzten Schweizerin, den Angehörigen sowie den lokalen Behörden.

Am Montagabend reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) das Attentat für sich. Die IS-Miliz erklärte, eine «Abordnung von Soldaten des Kalifats» habe das Attentat begangen, wie das auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE mitteilt. Der Angriff habe «Bürgern der Kreuzfahrer-Staaten» gegolten.

Insgesamt wurden beim Angriff vier Menschen getötet und zwei verletzt. Unter ihnen ist auch ein Zürcher Paar: Mario F.* (†62) kam beim Angriff ums Leben. Marianne G.* (59) wurde verletzt.

Die Angreifer hätten «Messer und Schusswaffen» dabei gehabt, sagte Innenminister Ramason Hamro Rahimsoda am Montag in der Hauptstadt Duschanbe. Bei den weiteren Todesopfern handelt es sich um zwei Velofahrer aus den USA und einen Niederländer.

Fünf Verdächtige erschossen, vier Festnahmen

Die Polizei erschoss nach eigenen Angaben im Zuge ihrer Fahndung fünf Verdächtige – unter ihnen den 21-jährigen Halter des Tatfahrzeugs. Vier weitere Verdächtige seien festgenommen worden.

Eines der beiden verwundeten Opfer sei durch einen Messerstich verletzt worden, sagte der Innenminister. Der Zustand des Opfers sei stabil. Ein siebtes Mitglied der Radfahrergruppe, ein Franzose, sei unversehrt geblieben und werde von der Polizei befragt.

Der Angriff ereignete sich im Bezirk Danghara, 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Duschanbe, auf dem bei Velotouristen beliebten Pamir Highway.

Hartes Vorgehen gegen Fundamentalismus

Tadschikistan ist die ärmste der ehemaligen Sowjet-Republiken und wird seit 1992 autoritär von Präsident Emomali Rakhmon regiert. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Die Behörden gehen hart gegen religiösen Fundamentalismus vor. 2015 machte Tadschikistan mit radikalen Massnahmen wie erzwungenen Bartrasuren und Einschränkungen für die Pilgerreise nach Mekka von sich Reden. (SDA/noo)





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