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Ridesharing-Dienst Moia startet Regelbetrieb und wird deutlich teurer

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Moia geht in Hannover in den Regelbetrieb. Eine Fahrt mit dem Ridesharing-Dienst des VW-Konzerns wird künftig deutlich teurer – ist aber trotzdem günstiger als eine Taxifahrt.

Genau 300 Tage, nachdem Moia den Testbetrieb in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover aufgenommen hat, startet die VW-Tochter in den Regelbetrieb. Die Preise richten sich zukünftig wie bei Uber nach der Nachfrage. Wollen viele Menschen mit einem Shuttlebus des Unternehmens fahren, steigt der Preis demnach. Sind zu einer bestimmten Uhrzeit besonders wenige Fahrten nachgefragt, wird es billiger. Im Testzeitraum konnten Fahrten für wenige Euro-Cent gebucht werden.

Künftig sollen die Preise teurer sein als ein ÖPNV-Ticket, aber günstiger als eine Taxi-Fahrt. So wurden für eine Testfahrt in Hannover mit einer Strecke von 3,4 Kilometer als alleiniger Passagier am Vormittag rund 6,50 Euro berechnet. Zum Vergleich: Eine Taxifahrt hätte zwischen 12 und 15 Euro gekostet.

Moia geht in den Regelbetrieb. (Foto: t3n)
Moia geht in den Regelbetrieb. (Foto: t3n)

Moia funktioniert nach einem Pooling-Prinzip. Zwar können sich Passagiere wie bei einem Taxi an einem beliebigen Punkt abholen und absetzen lassen, zur besseren Auslastung werden unterwegs jedoch weitere Fahrgäste eingesammelt, die eine ähnliche Strecke fahren. Bis zu fünf Personen finden in einem Moia-Shuttle Platz. Dadurch liegen die Preise auch unterhalb von dem, was Taxiunternehmen üblicherweise verlangen. Allerdings dauert die Fahrt unter Umständen auch ein wenig länger.

Moia: Start in Hannover nur unter Auflagen

Moia hatte ursprünglich eine Genehmigung für 250 Fahrzeuge beantragt. Die Stadt Hannover hat jedoch nur eine Fahrerlaubnis für 150 Fahrzeuge erteilt. Außerdem müssen die Preise über den Kosten für ein Einzelticket der öffentlichen Verkehrsmittel liegen. Auch Umweltauflagen gibt es: Moia muss schrittweise auf emissionsfreie Fahrzeuge umstellen. Bis 2020 muss mindestens die Hälfte der Flotte emissionsfrei unterwegs sein.

Kritik kommt vor allem von den Hannoveraner Taxiunternehmen. Nach Angaben der Zeit soll eine Taxivermittlungszentrale bereits rechtliche Schritte prüfen. Zuvor waren bereits zwei Taxibetreiber gegen die Moia-Genehmigung vor Gericht gezogen, doch die Klage wurde letztinstanzlich abgewiesen. Taxibetreiber kritisieren unter anderem, dass sich Moia nur die besten Fahrtzeiten für den Betrieb herauspicke, während sie die Grundversorgung zu weniger nachgefragten Zeiten übernehmen müssten. Außerdem könne Moia Fahrgäste auch abweisen, da das Unternehmen im Gegensatz zu Taxis nicht an die Beförderungspflicht gebunden ist.

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