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Dem kaum bekannten Fintech Givve aus München gelingt Millionen-Exit

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Das Münchener Fintech Givve wechselt für knapp 20 Millionen Euro den Besitzer. Käufer ist die französische Up Group, die so einen Fuß auf den deutschen Markt bekommt. Doch auch für Givve wirkt der Deal wie ein Befreiungsschlag. 

Die Up Group, die laut Handelsblatt-Informationen Givve übernehmen wird, verdient ihr Geld mit Gutscheinkarten, die Unternehmen an ihre Mitarbeiter vergeben können, etwa fürs kostenlose Tanken oder auch für die Essensversorgung. Insofern passt Givve hier gut rein: Das Unternehmen bietet aufladbare Kreditkarten, mit denen der Mitarbeiter beispielsweise tanken oder Einkäufe durchführen kann.

Ein Teil dieser Leistungen kann steuergünstig an Mitarbeiter weitergegeben werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Givve bietet hierzu unterschiedliche Standardversionen an Aufladung an, kann aber auch andere Modelle unterstützen, wenn Unternehmen das wollen. Laut Medieninformationen kommen oder kamen die Karten von Givve bereits bei 250.000 Mitarbeitern von rund 3.000 Unternehmen zum Einsatz.

Givve: Zielgruppe inzwischen Unternehmen statt einzelnen Kunden

Up Group übernimmt Fintech Givve – ein Deal, von dem beide profitieren. (Bild: Givve)

Für Givve ist die Übernahme wohl das Ende einer finanziellen Durststrecke, für die Up Group die Möglichkeit, den deutschen Markt zu erobern. Denn bislang ist das Unternehmen, anders als beispielsweise Sodexo, die in Kooperation mit bestimmten Restaurants Essenskarten für Mitarbeiter bereitstellen und abrechnen, wenig vertreten. Givve wiederum wurde 2010 unter dem Namen Bonayou gegründet und verkaufte zunächst diese Guthabenkarten an Endkunden, änderte im Laufe der Zeit aber das Geschäftsmodell.

Auch wenn es für das Unternehmen wohl nicht immer rosig aussah, schreibt das Fintech laut Handelsblatt-Informationen inzwischen schwarze Zahlen. Zu den Investoren zählen neben dem Event-Unternehmer Jochen Schweizer auch der frühere Gruner+Jahr-Vorstand  Torsten-Jörn Klein, der Schweizer Frühphaseninvestor Redalpine Venture Partners und der ehemalige Payback-Manager Andreas Berninger. Das Management-Team unter Vorstandschef Patrick Löffler bleibt nach Medieninformationen an Bord.

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