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Ein Jahr nach tödlichem Piper-Absturz im Engadin: Weniger Jugendliche beim Flug-Lager dabei

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Vor einem Jahr starben zwei Jugendliche und ein Pilot beim Absturz einer Piper PA-28 im Aviatik-Sommerlager von Pro Aero. Das Lager findet auch heuer statt, der Vorfall hat aber Einfluss auf die Anmeldungen in diesem Jahr.

Der schreckliche Absturz einer Piper-PA-28-Maschine am Berninapass bei S-chanf GR jährt sich am 4. August zum ersten Mal. Rund zehn Minuten nach dem Start stürzte der einheimische Pilot H. S.* (†60) im Diavolezza-Gebiet mit dem Kleinflugzeug ab.

Noch immer sitzt der Schock bei den Angehörigen und den Jugendlichen tief. Neben dem Piloten starben zwei flugbegeisterte Jugendliche aus der Westschweiz, Maurice K.* und Emanuel B.* (†14). Eine 17-Jährige wurde schwer verletzt. Sie waren alle Teil des Jugendflug-Lagers der Stiftung Pro Aero. 

Untersuchungsbericht im Herbst erwartet

Die Ermittlungen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) sind derweil noch nicht abgeschlossen. Der Schlussbericht werde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres publiziert, wie Florian Reitz von der Sust gegenüber BLICK bestätigt. «Aus untersuchungstechnischer Sicht gab es keine Schwierigkeiten. Allerdings war die Tatsache, dass bei dem Unfall auch Jugendliche tödlich verunfallten, emotional herausfordernd», sagt er weiter.

Das Aviatik-Jugendlager wird in diesem Sommer trotzdem durchgeführt. Allerdings ist das Interesse daran eingebrochen. Wie die «Südostschweiz» schreibt, sind die Teilnehmerzahlen für das diesjährige Pro-Aero-Lager von normal 170 bis 190 Teilnehmer auf 130 gesunken.

Generalsekretär des Aero Club Schweiz, Yves Burkhardt, bestätigt BLICK diese Zahlen. Das Lager soll weiterhin durchgeführt werden. Einzig auf die «Lufttaufe», also den Flug in einem richtigen Motorflugzeug, habe man heuer verzichtet.

Weitere Konsequenzen oder Änderungen beim beliebten Flug-Lager wolle er vom Untersuchungsbericht der Sust abhängig machen. Dieser wird im Herbst erwartet.

* Namen geändert





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