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Analysedienst in macOS High Sierra zeichnet App-Nutzung auf

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Sicherheitsforscher haben einen von Apple mit macOS 10.13 High Sierra eingeführten Analysedienst zur App-Nutzung unter die Lupe genommen. Fazit: ein „Schatz an Informationen“.

Im Herbst 2017 hat Apple mit macOS 10.13 High Sierra die bis dato neueste Version seines Betriebssystems an den Start gebracht. Mit an Bord war der Analysedienst Coreanalytics, der detaillierte Informationen zur Nutzung einzelner Programme speichert, wie die Sicherheitsfirma Crowdstrike mitteilt. Zwar werden die Daten wohl nur lokal gespeichert, lassen sich aber, so die Warnung der Sicherheitsforscher, zum Beispiel bei internen Ermittlungen auswerten.

macOS High Sierra: Analysedienst liefert „Schatz an Informationen“

Die von dem Analysedienst gesammelten Daten können etwa darüber Auskunft geben, wie oft ein Nutzer ein Programm geöffnet hat, oder wie oft es in den Vordergrund gebracht und dort laufen gelassen wurde. Insgesamt beinhaltet der „Schatz an Informationen“ einen guten Einblick darin, wie ein Mac und die darauf laufenden Programme genutzt werden. Diese Informationen werden für rund einen Monat gespeichert und lassen sich nach Tag analysieren, wie Heise Online berichtet. Bisher sammelte Apple bei macOS nur wenige Daten, etwa über Abstürze von Programmen.

Die Frage, ob die Daten in irgendeiner Weise an Apple weitergegeben werden, konnten die Sicherheitsforscher bisher nicht beantworten. Mac-Nutzer haben aber die Möglichkeit, in den Einstellungen das Versenden von Diagnosedaten an den Hersteller und App-Entwickler zu untersagen.

Unter macOS können Mac-Nutzer die Übermittlung von Daten an Mac verneinen. (Screenshot: t3n.de)

Branchenbeobachter mutmaßen, dass der Analysedienst eine Vorbereitung auf eine ähnliche Funktion wie die mit iOS 12 angekündigte „Bildschirmzeit“ sein könnte. Mit diesem Feature lässt sich anzeigen, wie häufig welche Apps an iPhone oder iPad genutzt werden. Offiziell gibt es aber noch keine Ankündigung für eine solche Funktion für das kommende macOS 10.14 Mojave.

Dank eines von den Sicherheitsforschern entwickelten Python-Scripts können sich Interessierte die von Coreanalytics gesammelten Daten in einem einfacher zu konsumierenden Format wie JSON oder CSV ausgeben lassen. Das Script mit dem Namen „Coreanalyticsparser“ steht bei Github zum Download bereit.

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