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Trumps widersprüchliche Logik: Zölle sind das Grösste – also weg damit

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Bemüht sich um Schadensbegrenzung: US-Präsident Donald Trump.

WASHINGTON –
In Donald Trumps Kopf dreht sich zurzeit alles um Zölle. Die Gedanken kreisen offenbar so schnell, dass er gar nicht mehr weiss, was er dazu schon alles gesagt hat.

Heute Abend kommts in Washington zum grossen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump (72) und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (63). Thema Nummer eins: die Strafzölle, mit denen Trump den einheimischen Markt schützen will.

Noch am Dienstag drohte Trump mit weiteren Einfuhrzöllen. Die Länder hätten die Wahl: Entweder würden sie faire Vereinbarungen mit den USA abschliessen oder sie müssten mit den Abgaben leben. Vor Kriegsveteranen in Kansas City polterte er: «Diese Länder haben uns über Jahrzehnte abgezockt.»

Und um noch einen draufzusetzen, twitterte Trump: «Zölle sind das Grösste.»

 

Wenig Hoffnung auf Einigung

Nur einen Tag später, heute Morgen, twitterte Trump genau das Gegenteil: «Ich habe für die EU einen Vorschlag: Sowohl die USA als auch die EU verzichten auf sämtliche Zölle, Handelsbarrieren und Subventionen!»

Sind Zölle also doch nicht das Grösste, wie Trump erst noch am Vortag hinausposaunte? Seine Kehrtwende erklärte der US-Präsident nicht. Er schrieb zum Verzicht auf Zölle nur: «Das wäre dann endlich das, was man freien Markt und fairen Handel nennt. Ich hoffe, sie tun es. Wir sind dazu bereit.»

Das Treffen Trump und Juncker findet heute Abend (Schweizer Zeit) statt. Die Chancen auf eine Einigung sind eher klein, wie Trumps Tweet erahnen lässt. Er hofft zwar, dass die EU auf seinen Vorschlag einsteigen werde, prophezeit jedoch im gleichen Satz: «Sie werden es nicht tun!» (gf)

 





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