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SRF legt Schwächen von Politiker offen: SVP kennt Wilhelm-Tell-Melodie nicht

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«Glanz & Gloria» lässt Politiker gegeneinander antreten. Die Spiele verlangen bezüglich Wissen, Kreativität und sportlichen Leistungen den Parlamentariern alles ab. Und offenbart auch grosse Schwächen.

Vier Städte, sechs Parteien, eine Schnitzeljagd: Die SRF-People-Sendung «Glanz & Gloria» lässt in ihrer Sommerserie Politiker aus unterschiedlichen Parteien gegeneinander antreten. Ihre Aufgabe: In einer Art Schnitzeljagd durch Schweizer Städte müssen sie Aufgaben lösen, um so die «Einzigartigkeiten der jeweiligen Stadt spielerisch» aufzuzeigen. Als Hauptpreis winkt eine Trophäe: die Goldene Helvetia.

Das Problem vorab: Die Polit-Prominenz sagte ab. So etwa die beiden SVP-Sympathieträger Toni Brunner (43) und Natalie Rickli (41), aber auch SP-Jungstar Cédric Wermuth (32) und BDP-Chef Martin Landolt (49). Letzterer kritisierte SRF für die «Geringschätzung des Milizsystems» scharf.

SVP mit Unwissen über Nationalhelden

Das SRF setzte die Idee trotzdem um. Zuerst trifft die SVP mit ihren Nationalräten Barbara Steinemann (42) und Mauro Tuena (46) in Luzern auf die beiden SP-Nationalräte Mattea Meyer (30) und Fabian Molina (28). Beim Selfie-Knipsen mit Touristen lassen die beiden SP-Nachwuchshoffnungen der SVP keine Chance, diese revanchieren sich dafür beim Wettrudern. 

Etwas peinlich wird es für die Volkspartei im KKL: Tuena und Steinemann erkennen die Melodie der Oper Wilhelm Tell von Gioachino Rossini nicht. Ausgerechnet bei der selbst ernannten Partei der Freiheit gibt es zum Schweizer Freiheitshelden erhebliche Wissenslücken. Tuena versucht sich rauszureden: Hektik und Nervosität seien die Gründe gewesen, meint er.

FDP-Chefin Gössi schwitzt in Zürich

Toppersonal konnte SRF bei der FDP gewinnen. Dort tritt mit Petra Gössi (42) die Parteipräsidentin persönlich an. Flankiert von Thierry Burkart (42) kämpft das Duo gegen die CVP-Parlamentarier Martin Candinas (37) und Andrea Gmür (54). 

Die CVP haut beim Geldzählen mächtig daneben. So gehe die CVP halt mit dem Steuergeld um, giftelte Burkart. Doch das CVP-Duo macht den Rückstand mit einem Sprint durch die Zürcher Innenstadt und gebührender Unterstützung der Zürcher wieder wett.

Sudoku nichts für die GLP 

Im Grünen-Duell schliesslich messen sich der Präsident und die Fraktionschefin der Grünliberalen, Jürg Grossen (48) und Tiana Moser (39), mit Balthasar Glättli (46) und Aline Trede (34) von der Grünen Partei in Basel. Die GLP-Chefs versagen beim Sudoku völlig, machen dieses Manko aber mit sportlichem Höchsteinsatz beim Füttern der Elefanten wieder weg.

Der Entscheid fällt – typisch baslerisch – beim Dichten von fasnächtlichen Schnitzelbänken. Wer gewinnt und ins Finale einzieht? Die Sendungen werden vom 30. Juli bis 1. August um 18.40 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.





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