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Gelateria di Berna hat Hochbetrieb: «Jetzt geht uns das Vanille-Glace aus»

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BERN –
Die Berner Gelati-Pioniere sind am Anschlag: Über 6000 Portionen Eis verkauft die Gelateria di Berna in diesen Hitzetagen. Für die Angestellten ist der Grossandrang kein Zuckerschlecken. Sie haben bald noch mehr zu tun.

Trotz der offenen Gefriertruhe läuft der Gelati-Verkäuferin Julia Diaz (24) der Schweiss über die Stirn. Es gibt keine Verschnaufpause: Über 1000 Glace-Portionen gehen in der Gelateria di Berna vis-à-vis des Berner Marzilibads im Hochsommer über die Theke – pro Tag. «Wenn die Hitzewelle andauert, geht uns geht bald unsere Bourbon-Vanille aus», sagt Mitinhaber Hansmartin Amrein (46) und begrüsst seine Mitarbeiter mit einem lässigen «Buongiorno a tutti!» 

Ob Caramel fleur de sel, Fior di latte oder Cioccolato cru sauvage: 800 Liter Gelato werden in den Laboratorio täglich für die Schleckmäuler fabriziert, welche manchmal bis zu einer Stunde für ein Glace anstehen. Mit seinen Brüdern und Susanna Moor hat Amrein seit 2010 fünf Filialen der Gelateria die Berna eröffnet und nicht nur in der Bundesstadt Kultstatus erreicht. Rund 6000 Glace verkaufen die Gelati-Pioniere an Spitzentagen. 

Weitere Hipster-Gelateria für Zürich

Studentin Diaz ist bereits am Mittag im Dauerstress. Selbst für Glace-Fans ist der Job als Gelatieri kein Zuckerschlecken. «Die Hände und der Rücken tun schon weh, wenn man stundenlang Gelati schöpft. Aber dafür ist das Team einfach toll», so die Spanierin und bedient den nächsten Kunden. 

Die Glace-Unternehmer beschäftigen 140 Angestellte. Bald kommen weitere dazu: 2020 eröffnen sie in der neuen Überbauung der Genossenschaft Kalkbreite an der Zollstrasse beim Zürcher HB den zweiten Ableger in Zürich. «Das gibt eine ganz charmante Sache», sagt Amrein zu BLICK. Nicht alle dürften sich darüber freuen: So versprayten linke Chaoten letzten Februar das Geschäft am Zürcher Brupbacherplatz.  

Der Gelateria-Boom schreitet in der Limmatstadt so oder so voran. «Wir sind total am Anschlag und mussten wegen des Ansturms weitere Kühlzellen bauen», sagt Dani Kissling, der seit 1998 die Gelati am See beim Chinagarten betreibt und 2017 eine Filiale im Kreis 4 eröffnete. «Die Leute wollen heute vermehrt Gelati aus lokalen Zutaten und keine Massenware.» 

Kokosglace bei Grossverteilern im Trend

Aber auch bei den Grossverteilern brummt in diesen Tagen das Glace-Geschäft. «Derzeit sind Glace mit Kokosmilch besonders gefragt», sagt Migros-Sprecherin Lisa Asticher zu BLICK. Bei Coop werden heuer noch mehr Glace verkauft als im Sommer 2017. «Die beliebtesten Sorten sind Vanille, Schoggi und Kaffee», so Coop-Sprecherin Yvette Petillon. 

Welche Sorte ist aber bei der Hitze am erfrischendsten? Für Amrein ein klarer Fall: Grapefruit-Pfeffer-Sorbetto! Gut möglich, dass man in naher Zukunft auch am Big Apple Berner Glace schlecken kann: «Wir wollen in Brooklyn (New York) eine Pop-up-Gelateria aufmachen. Das ist unser Traum!»

 

 





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