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Fremde in meiner Wohnung? Nein danke! Schweizer trauen Airbnb nicht

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ZÜRICH –
Die Vermittlungsplattform Airbnb feiert weltweit Erfolge. In der Schweiz sind Mieter und Hauseigentümer aber skeptisch, an Fremde zu vermieten. Das sind die Gründe.

Fremden Menschen die eigenen vier Wände vermieten? Das können sich viele Schweizer nicht vorstellen. Der Vergleichsdienst Comparis hat für BLICK fast 700 Mieter und Eigentümer befragt, was sie von der Vermittlungsplattform Airbnb halten. Über die Hälfte winkt dankend ab. 

Vor allem Mieter (65 Prozent) halten nichts davon, ihre Privaträume zu vermieten. Bei den Eigentümern sind es 46 Prozent, die sich das nicht vorstellen könnten. Als Hauptgrund nennen sie Angst vor Beschädigungen, Einblicke in die Privatsphäre und die nervige Bürokratie – oder der fehlende Platz.

«Ich habe Angst vor Beschädigungen»

Nur fünf Prozent der befragten Mieter und 13 Prozent der Eigentümer haben bereits einmal auf der Plattform vermietet. Je 23 Prozent der Mieter und Eigentümer haben es laut der Studie noch nie gemacht, weil sie Airbnb als «unseriös» empfinden.

«Ich teile meine Wohnung nicht gerne», «Meine Wohnung ist privat», «Ich habe kein Vertrauen in fremde Leute» und auch «Ich habe Angst vor Beschädigungen», haben die Comparis-Experten von den Befragten immer wieder gehört.

«Gerade als Mieter muss man einige Punkte beachten, wenn man seine Wohnung über Airbnb anbietet. Man braucht zum Beispiel das Einverständnis des Vermieters und darf für seine Wohnung nicht zu überhöhte Preise verlangen», sagt Nina Spielhofer, Immobilien-Expertin bei Comparis.ch zu BLICK.

Private tragen höheres Risiko

«Private tragen auch ein grösseres Risiko, sollten mal unangenehme Gäste etwas in der Wohnung beschädigen. Diese Faktoren führen wohl dazu, dass die Schweizer nicht unbedingt bereit sind, das eigene Zuhause auf Airbnb anzubieten», sagt sie.

Spielhofers Fazit: «Für viele private Vermieter scheinen die Hürden zu hoch zu sein und die eigene Privatsphäre am wichtigsten, weshalb dann auf eine Vermietung über Airbnb verzichtet würde. Das schafft wiederum mehr Raum für professionelle Anbieter», sagt sie.





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