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1,3 Mrd Menschen, aber nur 60 Artikel pro Tag verkauft: Die Migros floppt in China

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ZÜRICH –
Das China-Abenteuer der Migros kommt nur langsam in die Gänge. In chinesischen Online-Shops entwickeln sich die Produkte aus der Schweiz zu Ladenhütern.

Der Migros wird der Schweizer Markt langsam zu klein, der orange Riese kann in heimatlichen Gefilden kaum noch wachsen. Darum wagte die Migros mit ihren Eigenprodukten den Sprung nach China. Schoggi, Kaffee, Zahnpasta: Seit September 2017 verkauft die Migros ihre Eigenmarken unter dem Handelsnamen «Orange Garten» im chinesischen Onlinehandel.

Doch die Nachfrage auf den Online-Portalen Kaola und Tmall ist schwach. Das zeigt eine Auswertung von Bilanz. Demnach dürfte Migros erst knapp 350’000 Franken umgesetzt haben. Zum Vergleich: Migros’ Online-Kanal LeShop nimmt in 17 Stunden so viel ein. Pro Tag verkauft die Migros in China im Schnitt 55 bis 60 Einheiten.

«Gemischtwarenladen funktioniert nicht»

M-Industrie-Chef Walter Huber zielte mit seiner Strategie auf den kaufkräftigen Mittelstand: «Für die Chinesen sind ­Herkunft, Werte und Geschichten, die mit Importprodukten verbunden sind, enorm wichtig. Hier können wir punkten», gab er sich noch letzten Herbst im «Migros-Magazin» zuversichtlich.

Doch nun kommt in der Branche erste Kritik an der Strategie auf. Bimbosan-Exportleiter Kilian Widmer etwa kritisiert Hubers Strategie: «Der Gemischtwarenladen funktioniert dort nicht», sagt der China-Kenner zur Bilanz. «Die chinesischen Konsumenten sind auf Marken aus und wissen mit dem ‹Orange Garten›-Konzept nichts anzufangen.»

Die Migros ist zufrieden

Die Migros mag die Zahlen nicht gross kommentieren. Man sei «zufrieden», heisst es vom Hauptsitz am Zürcher Limmatplatz. Für konkrete Aussagen sei es noch zu früh. (pbe)





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