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Er kassierte pro Jahr 50’000 Euro: Fauler Spanier schwänzt 10 Jahre lang den Job

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Carles Recio hat seinen Arbeitgeber zehn Jahre lang an der Nase herumgeführt. Der Spanier glänzte jeden Tag durch seine Abwesenheit im Büro und verdiente dennoch 50'000 Euro jährlich. Seine Zeit verbrachte er damit, Erotik-Comics zu zeichnen.

Jeden Morgen um 7.30 Uhr kam Carles Recio, ein Archivleiter aus Valencia, in sein Büro. Er scannte seinen Fingerabdruck, um sich bei der Arbeit anzumelden, und ging gleich wieder raus. Um 15.30 Uhr kam er zurück, um sich wieder abzumelden. Dafür kassierte er jährlich 50’000 Euro.

Zehn Jahre lang kam der spanische Beamte damit durch, berichtet «El Mundo». Bis letzten Sommer, als seine Kollegen Verdacht schöpften und Recio anschliessend gefeuert wurde.

Abwesenheit kein Verbrechen

Zum Bedauern der lokalen Behörden hielten die Staatsanwälte seine chronische und gut bezahlte Abwesenheit nicht für ein Verbrechen. Trotzdem hat ein Gericht in Valencia diese Woche entschieden, dass Recio neun Jahre lang in keinem öffentlichen Amt angestellt sein darf. Die Begründung: Seine Tat war eine «eklatante Vernachlässigung der wesentlichen Pflichten, die der Arbeitsstelle innewohnen».

Carles Recio selbst hat indessen stets behauptet, nicht schuld an seiner Abwesenheit gewesen zu sein. Da er ausserhalb des Büros «wie ein Sklave» gearbeitet habe, «damit andere die Früchte seiner Arbeit ernten». Doch das Gericht liess die Erklärung nicht gelten, da keine Beweise für die angeblich geleistete Arbeit vorlagen.

Männer-Bordell und Erotik-Comics

Wie «El Mundo» berichtet, ging Recio in dieser Zeit aber einer anderen Beschäftigung nach. Der Beamte betrieb ein Männer-Bordell und versuchte, sich einen Namen als Zeichner von Erotik-Comics zu machen.

Das Gericht äusserte heftige Kritik an der Provinzregierung, die es versäumt habe, die Vergabe von Arbeitsplätzen ordnungsgemäss zu überwachen. Die Abwesenheit von Recio wäre «ohne die Duldung oder das Desinteresse der Verwaltung, für die er arbeitete, nicht möglich gewesen», zitiert Europa Press das Urteil. (man)





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