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Nach BLICK-Enthüllungen zum Royal-Konkurs: Direktor Oliver Skreinig gibt seinem Ex die Schuld

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AFFOLTERN AM ALBIS ZH –
Zirkusdirektor Oliver Skreinig hat sich den Fragen der Medien gestellt. Kritischen Fragen wich er aus. Er macht primär seinen Ex-Freund und langjährigen Partner Peter Gasser für die Probleme verantwortlich.

Oliver Skreinig (39) liebt die grossen Auftritte, im Scheinwerferlicht der Manege fühlt er sich wohl. Auf den gestrigen Auftritt vor den Medien – eiligst einberufen, nachdem der BLICK den Konkurs des Circus Royal publik gemacht hatte – hätte er nur zu gerne verzichtet. Eingesunken, mit traurigen Blick sass er auf einem Stuhl im Zirkus-Beizli, das von Rad-Legende Beat Breu (60) geführt wird. Umringt von den Medien fühlt er sich sichtlich unwohl.

Der Zirkusdirektor übergab denn auch gleich das Wort an die Journalisten, anstatt von sich aus eine Erklärung zu den Problemen zu liefern, in denen der zweitgrösste Zirkus der Schweiz steckt. Dabei kam er mächtig ins Schwitzen. Plötzlich liess er die Katze aus dem Sack. «Peter Gasser und ich haben uns im Winter getrennt», sagte er und senkte den Blick kurz auf den Boden. Gasser (61) führt den Familienbetrieb aus Lipperswil TG seit 1999 – und hat sich offenbar nicht nur privat, sondern auch geschäftlich verkalkuliert.

«Es war ein Schock!»

Ob Gasser oder ein Gläubiger das Konkursverfahren ausgelöst hat, habe ihm das Thurgauer Konkursamt noch immer nicht persönlich gesagt, behauptet Skreinig. Er habe am Dienstag von BLICK vom Konkurs erfahren. Im Internet habe er tatsächlich die Konkurseröffnung gefunden. «Es war ein Schock!», sagt Skreinig. «Aber ich fühle mich von Peter Gasser nicht hintergangen.»

Grund für die Milde: Sein Ex-Partner sei wirklich in einer «sehr schlechten gesundheitlichen Verfassung». Skreinig: «Ganz normal, dass man da gewisse Dinge schleifen lässt.» Man könne mit Gasser derzeit nur noch über Belangloses reden, nicht über Geschäftliches. Wie viel Geld fehlt, wisse er nicht, behauptete er. Das ist schwer zu glauben, besitzt er doch 50 Prozent an der Circus Royal Betriebs AG. «Das Zirkus-Geschäft ist ein stetes Auf und Ab», redet er den Konkurs klein.

Mitarbeiter bekommen ihren Lohn

Warum hat Gasser keine Hilfe von seinem Ex-Partner geholt? «Es war kein Streit, aber es war eine ganz harte Zeit», sagt er. Da sei es nur normal, dass man nicht Hand in Hand durch diese harte Zeit gehe. Wichtig sei ihm, dass der Name Royal nicht aussterbe. Die aktuelle Tour wird laut Skreinig zu Ende geführt. «Die 80 Mitarbeiter bekommen ihren Lohn pünktlich, die Tiere haben genug zu essen», versicherte er. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Ab dem 1. März 2019 will Skreinig dann ohne Peter Gasser auf Tournee gehen. Dazu hat er die neue Firma Circus Royal GmbH gegründet. Dass die just zwei Wochen bevor der Konkurseröffnung passierte, wirft heikle Fragen auf. Versucht er hier, die Gläubiger der sich in Liquidation befindenden Gesellschaft um ihr Geld zu bringen?

«Eigene Firma war schon länger geplant»

Skreinig wiegelt ab: «Es war schon länger geplant, dass ich eine eigene Firma führe», so der Direktor. Das habe mit der privaten Trennung zu tun. «Wir konnten uns nicht auf eine gemeinsame Ausrichtung des Zirkus einigen.»

In den letzten Jahren geriet der Zirkus immer wieder in die Schlagzeilen, weil Tierschützer die Löwen- und Tigernummern kritisiert hatten. In diesem Jahr tigern stattdessen Kamele, Pferde und ein Alpaka durch die Manege.

«Nächstes Jahr haben wir wieder eine Raubtiernummer», sagt er. Er hofft, dass die Zuschauer dann wieder in Scharen kommen. Gestern Nachmittag fand die Vorstellung in Affoltern am Albis ZH vor halbleeren Rängen statt.





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