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Bluttat in Caslano TI: Er erschlug sein Grosi mit dem Hammer

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CASLANO TI –
Bei der Bluttat von Caslano TI kommen neue Details ans Licht. So brachte der Killer-Enkel seine Grossmutter (†80) mit einem Hammer um und überschüttete die Leiche mit flüssigem Brennstoff.

Die Bluttat in der Via Chiesuola in Caslano erschüttert das Tessin. Ein 23-jähriger Mann tötet seine Grossmutter und liess danach alles in Flammen aufgehen. Wie «Teleticino» nun berichtet, habe Mario B. * (23) sein Grosi in der Nacht auf Freitag mit einem Hammer umgebracht. Laut den Erkenntnissen der Ermittler war die Leiche bis zur Unkenntlichkeit verkohlt, sodass nur ein DNA-Test die Identität des Opfers zweifelsfrei beweisen kann.

Nicht das Haus brannte, wie zu Beginn vermutet, sondern nur der leblose Körper von Anna B. * (†80). Offenbar hat sich ihr Killer-Enkel einen flüssigen Brandbeschleuniger gegriffen, nachdem die Frau zu Boden ging. Dann muss Mario B. die Substanz über den Körper seiner Grossmutter gegossen und ihn schliesslich angezündet haben.

Mario B. (23) galt als «komisch»

Wie es zu einer solch grausamen Tat kommen konnte, fragen sich nicht nur die Polizei und die Staatsanwaltschaft. «Hin und wieder gab es Streit zwischen Mario und Anna», weiss eine Nachbarin. «Doch Anna liebte ihren Enkel. Und auch Mario war sehr freundlich mit ihr. Wir können nicht glauben, was da passiert ist.» 

Doch der stille junge Mann aus Baden AG kam so manchen Nachbarn in der Strasse «komisch» vor. Er habe kaum gesprochen, wenig gelächelt. Italienisch konnte er kaum. Seine wenigen Freunde seien meist deutschsprachig gewesen, erzählen sie dem TV-Sender.

Mario B. war sehr gross und mager. Er habe immer nur über Kopfhörer Musik gehört. Seine Eltern seien nicht mehr mit ihm klargekommen. «So nahm sich Anna schon vor Jahren seiner an. Damals war Mario etwa 16 Jahre alt», erzählt die Nachbarin weiter.

Der Enkel wurde im Therapiezentrum betreut

Wie «Ticinonline» berichtet, hatte der Enkel noch in Baden in einer Behinderten-Einrichtung eine Gärtnerlehre gemacht. Auch im Tessin wurde Mario B. betreut. Er war im Therapiezentrum Otaf in Sorengo TI untergekommen und erhielt dort einen Job in der gastronomischen Werkstatt.

Der Enkel litt offenbar an Schlaflosigkeit. Wie die Nachbarn sich erinnern, habe er nachts in Annas Villa die Musik aufgedreht. Er habe sich das Essen zubereitet und Dinge im Internet bestellt, die sein Grosi dann bezahlen sollte. Das habe Anna verärgert. Möglicherweise kostete ein Streit um eine Lappalie der Witwe im Morgengrauen des 7. Juli 2018 das Leben.

* Name geändert





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