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Rolf N. gab Geld der Bürger für Spielsucht aus: Ex-Pfarrer von Küssnacht SZ hat 1,4 Millionen Schulden

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Mit einer Crowdfunding-Aktion wollen die Bürgerinnen und Bürger von Küssnacht SZ ihrem verschuldeten Pfarrer aus dem Schuldensumpf helfen. Jetzt wird klar: Der Schuldenberg ist höher als angenommen.

Rolf N.* ist stärker verschuldet als zunächst angenommen. Die bislang bekannten Ausstände des ehemaligen katholischen Pfarrers von Küssnacht SZ lägen bei rund 1,4 Millionen Franken, sagte Rechtsanwalt Andrea Janggen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Janggen bestätigte damit eine Meldung des «Bote der Urschweiz» vom Dienstag. Vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass der Pfarrer von Küssnacht nicht mehr im Amt sei. Als Grund wurden Schulden von mehreren hunderttausend Franken genannt. Er soll mehrere Dutzend Personen um Geld angegangen haben. Verschuldet hatte sich der Kirchenmann wegen seiner Spielsucht. Gespielt hatte er gemäss Janggen in einem regulären Casino.

Die Bürger und Bürgerinnen von Küssnacht SZ haben kürzlich per Crowdfunding eine Sammel-Aktion gestartet, um dem Ex-Pfarrer bei der Rückzahlung seiner Schulden zu unterstützten – damit er wieder als Pfarrer arbeiten darf (BLICK berichtete). Bis jetzt sind knapp 15’000 Franken zusammengekommen.

Gläubiger per Brief informiert

Janggen hat die Gläubiger des Pfarrers in einem Brief über die Höhe der bislang bekannten Ausstände informiert. Es sei denkbar, dass Betreibungen gegen den Pfarrer eingeleitet würden, sagte er. Ein Strafverfahren sei seines Wissens nicht am laufen. Die Frage wäre dabei auch, ob überhaupt ein Tatbestand erfüllt wäre.

Der Pfarrer war in Küssnacht über zwei Jahrzehnte im Amt gewesen. Im Internet wurde eine Sammelaktion lanciert, um ihm bei der Schuldentilgung zu helfen. Bis am Dienstag kamen rund 15’000 Franken zusammen.

Laut Sucht Schweiz sind hierzulande schätzungsweise 75’000 Menschen spielsüchtig. Die sozialen Kosten der Spielsucht in der Schweiz werden auf 551 bis 648 Millionen Franken pro Jahr geschätzt.

Verschuldete Spieler werden gesperrt

Ende 2017 lag die Zahl der schweizweit geltenden Spielsperren bei 53’920. Spielbanken schliessen Personen aus, wenn diese überschuldet sind, unverhältnismässig hohe Risiken eingehen oder den Spielbetrieb stören. Spieler können sich auch selber sperren lassen.

In der Schweiz gibt es acht A-Casinos und 13 B-Casinos. Diese unterscheiden sich im Spielangebot, etwa bei Einsatz- und Gewinnlimiten, Anzahl Automaten und Tischspiele sowie Umfang des Jackpots. (SDA)

*Name geändert





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