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Nach Datenskandal: Facebook bekommt die Maximalstrafe – 500.000 Pfund

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Facebook ist wegen des Datenskandals um die Analysefirma Cambridge Analytica in Großbritannien zu einer Geldstrafe verdonnert worden. 500.000 Pfund soll der Konzern zahlen.

Mehr geht nicht: Die britische Datenschutzaufsicht ICO hat Facebook wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica die Maximalstrafe von 500.000 Pfund (rund 560.000 Euro) aufgebrummt. Die Ankündigung der Geldstrafe, gegen die Facebook noch Einspruch einlegen kann, ist Teil eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der britischen Datenschützer, wie Heise.de berichtet.

Demnach soll Facebook den britischen Data-Protection-Act 1998 in mindestens zwei Fällen verletzt haben, wie die Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham mitteilte. Zum einen wird dem Social-Network-Riesen vorgeworfen, die persönlichen Daten der Nutzer nicht ausreichend geschützt zu haben. Darüber hinaus sei Facebook im Hinblick auf seine Datensammelaktivitäten nicht transparent gewesen, so die ICO. Das Unternehmen habe sich geweigert, zu kooperieren und Anfragen zu beantworten, kritisierte Denham schon im Mai.

Facebook-Datenskandal: Britische Datenschützer untersuchen Einfluss auf Brexit-Referendum

Der Datenskandal rund um die von Cambridge Analytica widerrechtlich erworbenen Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern wird in Großbritannien besonders im Hinblick auf das Brexit-Referendum untersucht. Die Datenschützer wollen herausfinden, ob und wie diese und andere Datensammlungen genutzt wurden, um gezielt Wähler zu beeinflussen. Neben der Brexit-Kampagne sind laut Financial Times jetzt offenbar auch andere Referenden im Visier. Denham kritisierte etwa die Masse an Personendaten, die politische Parteien in Großbritannien horteten.

Der obersten Datenschützerin der Insel geht es eigenen Angaben zufolge insbesondere darum, einen Wandel im Umgang mit persönlichen Daten anzuregen und das möglicherweise beschädigte Vertrauen der Briten in das demokratische System wieder aufzubauen. „Wir befinden uns an einem Scheideweg“, sagte Denham. „Das Vertrauen in die Integrität unserer demokratischen Prozesse droht zerstört zu werden, weil der normale Wähler wenig Ahnung davon hat, was hinter den Kulissen vor sich geht.“

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