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Happy End im Höhlendrama in Thailand: Alle zwölf Buben und ihr Trainer gerettet

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Seit dem 23. Juni sind 12 Fussball-Buben aus Thailand und ihr Trainer in der Tham-Luang-Höhle im Norden des Landes eingeschlossen. Zunächst galt die Gruppe lange als vermisst, am vergangenen Montag wurden sie schliesslich von Tauchern in der Höhle entdeckt.

Sie sitzen in einer erhöhten Kammer fest, etwa vier Kilometer vom Höhleneingang entfernt. Das Regenwasser, das die Höhle teilweise überschwemmte, blockiert den einzigen Ausgang.

Die Zeit drängt

Am Sonntagabend konnten vier Junioren-Fussballer aus der überschwemmten Tham-Luang-Höhle geborgen werden, darunter der 14-jährige Mongkhol Boonpiam. Am Morgen geht die heikle Rettungsaktion weiter. Immer noch sind acht Buben mit ihrem Trainer in einer schlammigen Höhlenkammer eingeschlossen – gegen vier Kilometer vom Eingang entfernt.

Die thailändischen Behörden ordneten die Evakuierung am Sonntagmittag an. Die Zeit drängte, denn starker Regen drohte, die Gänge noch weiter zu fluten. Zudem wird die Luft immer dünner: Der Sauerstoffanteil in der acht Meter hohen und drei Meter breiten Kammer betrug nur noch 15 Prozent. Normal sind 21 Prozent.

Zuerst hatte es geheissen, es sei nicht absehbar, wann die Rettungsaktion gestartet werden könnte.

Buben wurden betäubt

Um die Höhle zu verlassen, mussten Taucher die Buben durch Wasser und Schlamm begleiten. Die Fussballer waren zuvor auf die gefährlichen Tauchgänge vorbereitet worden.

Vom In- und Ausland waren Höhlentaucher angereist, die ihre Hilfe anboten. Darunter der dänische Tauchlehrer Ivan Karadzic, der in Thailand eine Tauchschule betreibt. Dem öffentlich-rechtlichen Radiosender Danmarks Radio sagte er: «Die Jungs waren unter medizinischer Betäubung, damit sie nicht in Panik geraten sollten.» Sie seien aber nicht vollständig anästhesiert worden. Man habe sie an die Taucher angebunden, ständig überprüft und schliesslich sicher aus der Höhle geführt.

Spital reserviert eigenen Stock

Kaum geborgen, transportierten die thailändischen Rettungskräfte die vier Buben per Ambulanz und Helikopter ins rund 60 Kilometer entfernt gelegene Spital Prachanukroh in Chiang Rai. Ärzte und Krankenschwestern erwarteten die Buben und brachten sie in den achten Stock, den sie eigens für die geretteten Höhlenabenteurer vorbereitet hatten.

Hier werden die Geretteten auf Herz und Nieren überprüft: Arbeitet ihr Hirn wegen des Sauerstoffmangels normal? Sind sie unterernährt? Sind sie traumatisiert?

Provinzgouverneur und Einsatzleiter Narongsak Osottanakorn freute sich gestern über den ersten Erfolg: «Die Operation heute lief sehr problemlos. Wir waren schneller als erwartet.»

Bergung mehrere Stunden unterbrochen

Am Abend (Thailand ist der Schweiz zeitlich fünf Stunden voraus) unterbrachen die Rettungskräfte die Bergung. Es braucht mehrere Stunden, um den zweiten Rettungsgang vorzubereiten. Gestern wurde angekündigt, heute Morgen wieder in die Höhle einzusteigen, um den Trainer und die restlichen Buben zu holen.

Das Drama um die jungen Fussballer im Alter von elf bis 16 Jahren und ihren Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe in der Höhle einschlossen. Sie sass daraufhin an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Fifa lädt Buben an WM-Finale ein

Die Rettungsaktion ist äusserst gefährlich: Ein Taucher kam am Freitag ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um von der Gruppe zum Ausgang zu gelangen.

Wenn die Rettungsaktion gelingt, dürfte die Buben eine freudige Überraschung erwarten. Fifa-Boss Gianni Infantino (48) hatte angekündigt, das Juniorenteam zum Finale der Fussball-WM in Russland einzuladen.





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