Home News Halbfinal und Final ziehen nicht: Zürcher Public Viewing muss um Zuschauer kämpfen

Halbfinal und Final ziehen nicht: Zürcher Public Viewing muss um Zuschauer kämpfen

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ZÜRICH-OERLIKON –
Da scheint jemand verzweifelt zu sein: Das Public Viewing in der Zürcher Event-Halle 622 bietet die Billette für die entscheidenden WM-Spiele billiger an. Seit die Nati raus ist, begeistern sich nur noch wenige dafür.

Für viele scheint die WM schon vorbei zu sein: Seit letzter Woche, als die Nati rausgeflogen ist, ist das Public Viewing in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon nicht mehr gut besucht. Das berichtet Leserreporter R. D.*. 

Er hat auch ein Mail von den Veranstaltern erhalten: «Einige wenige Plätze» in der Lounge seien noch zu haben. 79 Franken kostet der Eintritt – inklusive einer Bratwurst und Freibier. Wer nichts zahlen will, muss stehen.

Doch ein Blick auf die Homepage der Veranstaltung zeigt: Stand heute Dienstagmittag sind noch über drei Viertel der Lounge-Billette zu haben. D. zu BLICK: «Ich war seit dem Nati-Out gegen Schweden mehrmals in der Halle 622 – seither läufts dort nicht mehr. Dass Deutschland draussen ist, hat sicher auch einen Einfluss.» Die Betreiber des Events reagierten bisher nicht auf eine Anfrage.

Grund: Vorstadt

Für Nicolas Castillo, Betreiber des Public Viewings Schlosserei im Zentrum von Olten SO, ist der Grund klar: «Die Halle 622 ist in der Vorstadt, und das ist nicht sehr attraktiv. Darum leiden die Betreiber unter dem Out der Nati.»

Bei ihm dagegen sei die Hütte auch jetzt noch voll. «Natürlich sind die Leute nicht mehr so emotional dabei wie während der Schweizer Spiele.» Doch der Schweizer suche sich nach dem Ausscheiden ein neues Team und verfolge das Turnier weiter.

Der Rest ist immer voll

Auch die Veranstaltung Das Viertel auf dem Basler Dreispitz berichtet, dass man nach wie vor viele Besucher habe: «Klar wären wir alle froh gewesen, wenn die Nati noch weiter dabei gewesen wäre», schreibt Geschäftsführer Valentin Aschwanden. «Aber dem Andrang oder der Stimmung hat dies nichts angetan.»

Aus dem Osten klingts ähnlich: «Alle unsere 400 Sitzplätze waren immer besetzt», sagt Reto Allenspach, OK-Präsident des Public Viewings in der St. Galler Innenstadt.

Es scheint, als habe das Out der Nati nur jenen wehgetan, für die der Fussballfan einen beschwerlichen Weg unter die Füsse nehmen muss.

* Name  der Redaktion bekannt





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