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Windows Defender: Microsofts Virenschutz schützt so gut wie kostenpflichtige Apps

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Letzte Tests belegen: Microsofts Virenschutz Windows Defender muss sich nicht hinter der kostenpflichtigen Konkurrenz verstecken – und ist einigen gar überlegen.

Windows ist nach Android das am weitesten verbreitete Betriebssystem und gilt aufgrund seiner Verbreitung als eine der Plattformen mit dem höchsten Angriffspotenzial. Entsprechend sollte Windows besser nicht ohne eine Virenschutz-Software genutzt werden, heißt es. Dass ihr nicht mehr unbedingt ein Virenschutzprogramm kaufen müsst, zeigen letzte Testberichte: Der ins System integrierte Windows Defender sei teils besser als die kostenpflichtige Konkurrenz.

Windows Defender: Microsofts Virenschutz wirkt mittlerweile merklich zuverlässiger

Microsofts Windows Defender schnitt in älteren Vergleichstests regelmäßig eher mittelmäßig ab, weshalb der Tenor der Tester lautete: Bevor man keinen Virenschutz verwendet, sollte man den Windows Defender aktivieren, schreibt Futurezone. In den letzten Monaten hat Microsoft seinen Virenschutz indes weiter optimiert.

Die Verbesserungen sind unter anderem im Test des unabhängigen Portals AV-Test zu erkennen. Der Windows Defender erhält in allen Bereichen eine Bewertung von 5,5 Punkten. Sowohl in puncto Schutzwirkung, als auch bei Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit erhielt Microsofts Schutzsoftware sehr ordentliche Werte.

Bei der Schutzwirkung befinde sich der Defender auf einem Level mit kostenpflichtigen Programmen von GData und AVG. Dass Microsoft die Leistung seines Defenders verbessert hat, zeigt sich an den Vorjahres-Testwerten: Von AV-Test hat Windows Defender im April 2017 nur 4,5 Punkte bekommen und gehörte damit zum Schlusslicht.

Windows Defender besser als manche Virenschutz-Konkurrenz

Nicht nur AV-Test, sondern auch die Tester von AV-Comparatives attestieren dem Windows Defender eine gute Wirksamkeit. Im „Real-World-Test“ blockierte der Virenschutz alle 227 Angriffe, womit die kostenfreie Lösung eine bessere Figur hinlegte als Konkurrenzprodukte wie etwa Bull Guard, Bit-Defender, McAfee oder Avast.

Windows Defender besitzt einen Cloud-Schutz, um Schadsoftware zu erkennen. (Grafik: Microsoft)Windows Defender besitzt einen Cloud-Schutz, um Schadsoftware zu erkennen. (Grafik: Microsoft)
Windows Defender besitzt einen Cloud-Schutz, um Schadsoftware zu erkennen. (Grafik: Microsoft)

Dass der Windows Defender zuverlässiger arbeitet, soll unter anderem mit der Integration des Cloud-Schutzes zusammenhängen, der Teil des Windows-10-Creators-Updates war. Beim Cloud-Schutz wird eine verdächtige Datei zur Überprüfung an Microsoft-Server übermittelt. Hier wird durch Machine-Learning-Algorithmen analysiert und erkannt, ob die Datei schädlich ist oder nicht. Während des Überprüfungsprozesses wird der Zugriff auf die lokale Datei durch den Windows Defender blockiert, um möglichen Schaden zu vermeiden. Der Prozess nehme nur wenige Sekunden in Anspruch, so Microsoft. Optional könne die Datenübertragung auch deaktiviert werden.

Ex-Mozilla-Entwickler: Windows Defender genügt

Laut O'Callahan reicht die auf Windows-Geräten vorinstallierte Antivirus-Software aus. (Bild: Microsoft)Laut O'Callahan reicht die auf Windows-Geräten vorinstallierte Antivirus-Software aus. (Bild: Microsoft)
Laut O’Callahan reicht die auf Windows-Geräten vorinstallierte Antivirus-Software aus. (Bild: Microsoft)

Der ehemalige Top-Entwickler bei Mozilla, Robert O’Callahan, postulierte schon Anfang 2017, dass Nutzer Antivirus-Software von ihren Rechnern werfen sollten, denn der Windows Defender genüge. O’Callahan ging damals mit Antivirusprogrammen hart ins Gericht. So erklärte er unter anderem, dass diese Sicherheitslösungen keine nachweisbare Verbesserung der Sicherheit böten – im Gegenteil: Sie selbst würden eine sensible Gefährdung des Systems darstellen.

Einer der von O’Callahan genannten Gründe, weshalb von Antivirensoftware Sicherheitsrisiken ausgehen könnten: Entwickler der Sicherheitslösungen orientierten sich nicht an Standard-Sicherheitspraktiken. Dadurch könne beispielsweise Code von Anwendungen wie Browsern zerstört werden, der ursprünglich dafür konzipiert war, Nutzer vor Exploits zu schützen.

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