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Luftangriff in Kolumbien vor Präsidentschaftswahl: 16 abtrünnige Farc-Rebellen getötet

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Bei einem Angriff der kolumbianischen Luftwaffe sind 16 Rebellen ums Leben gekommen. Am Sonntag stehen die Präsidentschaftswahlen an.

Grosser Schlag der kolumbianischen Regierung gegen abtrünnige Farc-Rebellen. «Den Streitkräften ist es gelungen, 16 Mitglieder einer abtrünnigen Gruppe der Farc-Guerilla zu töten», teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

Ursprünglich hatte die Behörde mitgeteilt, dass zehn Mitglieder der bewaffneten Gruppe getötet worden waren. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos schrieb auf Twitter: «Wir werden gegenüber diesen Kriminellen nicht die Deckung fallen lassen.»

Friedensvertrag vor eineinhalb Jahren respektieren nicht alle

Die kolumbianische Regierung und die linke Guerillaorganisation hatten vor rund eineinhalb Jahren den jahrelangen blutigen Konflikt mit über 220’000 Toten mit einem Friedensvertrag beendet. Die meisten Rebellen legten daraufhin die Waffen nieder und versuchen nun, im zivilen Leben Fuss zu fassen.

Hunderte frühere Farc-Kämpfer wollten das Friedensabkommen allerdings nicht mittragen und spalteten sich von der Rebellengruppe ab. Diese Banden erhalten zuletzt verstärkt Zulauf, weil viele Farc-Mitglieder von der schleppenden Umsetzung des Vertrags enttäuscht sind.

Der Friedensprozess steht auch im Zentrum der Präsidentenwahl am Sonntag. Favorit Iván Duque will das Abkommen mit den Farc in einigen Punkten ändern. Kritiker befürchten, dass er damit viele Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte. (SDA)





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