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Körpersprache-Experte analysiert Gipfeltreffen: «Trump hat Kim dominiert»

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Wieso blickt Kim ständig nervös hin und her? Warum zeigt Trump dem Nordkorea-Diktator sein «Beast»? Ein Experte beurteilt für BLICK die fünf wichtigsten Szenen des historischen Meetings in Singapur.

Ernst und angespannt wirken Kim Jong Un und Donald Trump, als sie sich im Blitzlichtgewitter der Fotografen sekundenlang die Hände schütteln. Zumindest auf den ersten Blick. Aber was für Signale haben Kim und Trump beim ersten Zusammentreffen in Singapur wirklich ausgestrahlt? Der Österreicher Stefan Verra, Experte für Körpersprache und Dozent in München, analysiert für BLICK die wichtigsten Szenen.

Der Handshake

Der Moment, auf den die Welt lange gewartet hat: «Kim läuft relativ behäbig die Terrasse des Hotels entlang, das wirkt souverän und entspannt. Dann streckt Trump die Hand schon sehr früh aus, während Kim noch zuwartet. Trump gibt von Anfang an die Richtung vor. Der US-Präsident blickt auf Kim herunter. Schon nur wegen seiner Statur dominiert Trump Kim. Er ist eindeutig das Alphatier.» 

Das Sessel-Statement

Trump und Kim geben im vollgepferchten Hotel-Saal ein Statement zum Treffen ab. Ganz so wohl scheint es dem Nordkorea-Diktator dabei nicht zu sein. «Kim sitzt auf der Stuhlkante, wirkt ungeduldig und fühlt sich offenkundig nicht wohl. Er sendet Signale aus, als wäre er auf dem Sprung, hält eine Hand an der Lehne. Es sieht fast so aus, als hätte er Hüftschmerzen», analysiert Verra. 

Die Vereinbarung

Die beiden Staatsoberhäupter unterzeichnen eine Vereinbarung zur Denuklearisierung Nordkoreas. «Trump wirkt auch hier dominanter. Er weist Kim erneut den Platz zu, bevor sie sich setzen. Er tut so, als wäre Singapur sein Territorium. Kim blickt am Tisch ständig hin und her. Das ist ein deutliches Zeichen der Orientierungslosigkeit. Kim weiss wohl nicht genau, was er tun muss», erklärt der Körpersprache-Experte.

Die «Beast»-Szene

Kim liebt bekanntlich Hollywood-Filme. Kein Wunder, konnte er sich einen Blick in das «Beast», die Präsidenten-Limousine von Trump, nicht verkneifen. «Bei Männern geht es um Macht und Kraft. ‹Schau mal her, das ist mein Ding›: Trump will Kim mit seinem Wagen beeindrucken.»

Der Spaziergang

Trump und Kim gehen zusammen durch den Garten des Luxushotels auf Sentosa Island. «Normalerweise machen Politiker in solchen Momenten Smalltalk und reissen Witze. Die beiden Staatsoberhäupter schweigen hier lange, blicken auf den Boden und wissen offensichtlich nicht genau, was sie miteinander anfangen sollen. Trump und Kim beschnuppern sich, strahlen aber keine Vertrautheit aus.»

Das erste Aufeinandertreffen von Trump und Kim ging ohne Eklat über die Bühne. «Trump hat die Führungsrolle nie aus den Händen gegeben. Kim wirkte eher passiv», bilanziert Verra.

Das ganze Treffen im Detail gibts im Liveticker zum Nachlesen.





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