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BLICK-Reporter am Tag nach dem Gipfel im «St. Regis»: Kims arrogante Truppe sorgte für Ärger im Hotel

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SINGAPUR –
Ein Tag nach dem Gipfel ist in Singapur Ruhe eingekehrt. Die Erinnerungen der Einheimischen sind mehrheitlich positiv. Nur an Kim Jong Uns Sicherheitsleute denkt man nicht gerne zurück.

Was für ein Kontrast: Wo gestern noch Strassensperren ein Durchkommen verhinderten, wird man heute von Pagen freundlich in die Hotels gelockt. Im St. Regis Hotel erinnert einen Tag nach dem Singapur-Gipfel praktisch nichts mehr daran, dass Nordkorea-Diktator Kim Jong Un (34) und sein Gefolge für drei Nächte hier logierten.

Besonders nett sind die Marketing-Verantwortlichen, die sofort herbeieilen, wenn sie eine Kamera sehen. «Fotografieren? Sicher. Aber keine Gäste und nur in der Lobby.» Dabei hätte ich mir zu gerne auch die Präsidentensuite angesehen, die Kim bewohnte: 335 Quadratmeter gross, 10’000 Franken pro Nacht teuer und mit einem Piano ausgestattet.

Endlich weg

Hauptsächlich benutzt haben dürfte Kim allerdings den angrenzenden Speisesaal. Hotelangestellte erzählen, dass Kim nie in den Restaurants gegessen habe. Ihm sei das Essen stets aus der nordkoreanischen Botschaft geschickt worden.

«Ich bin froh, dass Kim wieder weg ist», sagt Jamal. Er arbeitet Teilzeit als Portier im St. Regis und fühlte sich durch Kims Sicherheitsleute massiv in seiner Arbeit gestört. «Als sie ankamen, haben sie sofort alles übernommen. Die örtliche Polizei wurde rausgeschickt, wir Angestellten mit Gesten herumkommandiert.»

Englisch habe keiner von ihnen sprechen können. Jamal dazu: «Wir hatten hier schon Barack Obama, Moon Jae-in und Beyoncé zu Gast – derart viel Wirbel hat aber noch keiner verursacht.»

Ganz anders bei Trump

Ob Donald Trump (71) ähnlich negativ in Erinnerung blieb? «Überhaupt nicht», sagt Edwin Pinto, Sicherheitsverantwortlicher im Hotel Shangri-La. «Die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Delegation war hervorragend, die Leute waren total unkompliziert.»

Trump gesehen hat er allerdings nicht. Der US-Präsident bewohnte eine Suite in einem Flügel, der über einen eigenen Eingang verfügt.

Hotel Capella wieder gebucht

Noch immer gesperrt ist am Tag nach dem Gipfel der Tagungsort, das Hotel Capella auf der Insel Sentosa. Ein Sicherheits-Angestellter verrät stolz, dass er Trump und Kim gesehen habe. «Sie sind an mir vorbeispaziert. Sehr nett, beide.» Nach dem Gipfel hat offenbar eine Privatperson die Anlage gemietet. 

In Singapur ist der Alltag wieder eingekehrt. Nun liegt es an Donald Trump und Kim Jong Un, dafür zu sorgen, dass der Stadtstaat noch lange in guter Erinnerung bleibt. 





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