Home News Italiener muss nach 40 Jahren die Schweiz verlassen: Vergewaltiger-Opa (76) wird ausgeschafft

Italiener muss nach 40 Jahren die Schweiz verlassen: Vergewaltiger-Opa (76) wird ausgeschafft

10
0
SHARE

Obwohl viele von ihnen diskriminierende Erfahrungen gemacht haben, haben Personen mit Migrationshintergrund ein grösseres Vertrauen in den Staat als die einheimische Bevölkerung. (Themenbild)

Ein Italiener (76) wurde wegen mehrfacher Vergewaltigung in der Schweiz verurteilt. Jetzt hat der Vergewaltiger-Opa einen Landesverweis kassiert.

Raus aus der Schweiz und zurück nach Italien: Ein heute 76-jähriger Italiener wird nach über 40 Jahren per Landesverweis ausgeschafft. Der Grund: Bei dem Mann handelt es sich um einen verurteilten Vergewaltiger.

2015 stand der Italiener wegen mehrfacher Vergewaltigung, Nötigung, einfacher Körperverletzung und mehrfacher Tätlichkeiten vor Gericht und wurde schuldig gesprochen. Für seine Taten kassierte er im August 2015 viereinhalb Jahre Knast.

Vergewaltiger-Opa missbraucht Frau hundertmal

Der Mann ist an Demenz erkrankt. Lebt in einem Wohn- und Pflegeheim im Kanton Schaffhausen. Was das Migrationsamt des Kantons Schaffhausen nicht daran hindert, gültiges Recht durchzusetzen.

Sie hat dem 76-Jährigen die Niederlassungsbewilligung entzogen, denn nach neuem Recht führt eine Vergewaltigung automatisch zum obligatorischen Landesverweis.

Die sexuellen Übergriffe haben zwischen Mitte und Ende 2013 stattgefunden, wie die «Schaffhauser Nachrichten» schreiben. Das Opfer: die damalige Frau des Mannes. Rund hundertmal hat der Italiener seine Frau vergewaltigt. Dem Urteil des Obergerichts zu entnehmen hat er sie mit Drohungen und Schlägen zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Auch sonst war der Italiener als gewalttätig bekannt.

Wiederholt aggressiv gegen Frauen

Nach der Verurteilung verfügte das Amt für Justiz und Gemeinden, den Vergewaltiger für den Rest der zu verbüssenden Strafe – frühestens per Ende Dezember 2016 – bedingt zu entlassen, sofern er in ein Heim übertreten könne.

Doch auch im Heim fiel der Mann mehrfach negativ auf. Insbesondere gegen weibliches Personal hat sich der Italiener demnach wiederholt aggressiv verhalten.

Das Obergericht stützt den Landesverweis, wobei es im Urteil auf das Bundesgericht verweist. Demnach ist der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung bei einer schweren Straftat selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn die ausländische Person in der Schweiz geboren und ihr ganzes Leben hierzulande verbracht habe. Der Italiener kann das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen.

Trotz Straftaten kein Landesverweis

Wie lasch die Justiz Ausschaffungen handhaben kann, zeigte dafür zuletzt der Fall des notorischen Verbrechers Kushtrim D.* (BLICK berichtete). Der 23-jährige Kosovare hat ein langes Vorstrafenregister: Rasen, Rauben, Sprengstoff-Attacke und Körperverletzung. Trotzdem bekommt Kushtrim D. keinen Landesverweis.

Seine letzte Straftat verübt er im Juni 2017. Er überfiel zusammen mit zwei anderen Männern einen Geldtransporter der Hiltl-Restaurantkette. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von elf Monaten und einen Landesverweis über sieben Jahre.

Doch das Bezirksgericht Horgen ZH kam der Forderung nicht nach. Er sei demnach ein Härtefall. Auf eine Ausschaffung wurde daher verzichtet. (rad)

*Name geändert





LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here