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Headhunter über die Zukunft der geschassten Post-Chefin: Ist ihr Ruoff ruiniert?

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Susanne Ruoff, die bei der Post gegangen wurde, ist erst 60. Wie gehts jetzt weiter mit ihr? Headhunter Philipp Uhlmann sagt, es werde sie bestimmt bald wieder kitzeln, eine Aufgabe anzunehmen.

Als gestern Mittag die ganze Hinterhältigkeit, mit der die Post-Manager Subventionen der öffentlichen Hand erschlichen, ans Licht kam, sagte Post-VR-Präsident Urs Schwaller (65) an der Medienkonferenz in Bern einen Satz, der für Susanne Ruoff (60) Millionen wert sein könnte: «Ich habe keinen Zweifel an ihrer persönlichen Integrität.»

Zur Erinnerung: Da sprach der Urs Schwaller, der Ruoff vor einer Woche als CEO des Konzerns ein Ultimatum stellte, weil das Vertrauen weg sei.

Mit diesem schweren Rucksack wird Ruoff wohl keinen wichtigen CEO-Posten mehr erhalten. Zudem sie auch schon auf das Pensionsalter zugeht. «Dass Schwaller sie jedoch als persönlich integer bezeichnet hat, ermöglicht es ihr, vielleicht noch Verwaltungsrats-Mandate zu übernehmen», sagt Philipp Uhlmann-Stefani (41), Partner beim Headhunter-Büro MPB.

Geht sie segeln?

Anders sei das bei einer allfälligen Verurteilung im Fall des Ex-Raiffeisen-Königs Pierin Vincenz (62), der seit über drei Monaten in U-Haft sitzt. Oder bei Swissair-Grounding-Manager Mario Corti (71), der sogar in die USA gezügelt ist. Uhlmann-Stefani: «Ruoff dagegen hat sich in der Schweizer Wirtschaft nicht unmöglich gemacht.»

Gut möglich, dass die Geschasste sich jetzt erst mal eine Auszeit nimmt. Lässt sie die Seele beim Segeln baumeln? Zumindest war sie in den 1990er-Jahren mal im Vorstand des Zürcher Segel-Clubs. 

«Ich gehe aber nicht davon aus, dass die Pause lange dauert», sagt Uhlmann-Stefani weiter. «Wer so abrupt seinen Job verliert, bei dem kribbelt es bald wieder.»





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