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Facebook liefert nach: Was Zuckerberg nicht vor dem Kongress gesagt hat

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Facebook hat auf mehr als 400 Seiten die Fragen beantwortet, die Firmenchef Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress unbeantwortet ließ. Sonderlich erhellend sind die Antworten allerdings nicht.

„Ich werde mit meinem Team sprechen und auf sie zurückkommen“, mit dieser und ähnlichen Formulierungen umging Mark Zuckerberg die Beantwortung vieler Fragen, die dem Facebook-CEO im April 2018 vor den zwei Kammern des US-Kongresses gestellt wurden. Knapp zwei Monate hat sein Team das Versprechen eingelöst und schriftliche Antworten für die bislang unbeantwortet gebliebenen Fragen nachgereicht. Viele neue Erkenntnisse lassen sich daraus jedoch nicht gewinnen. Und das, obwohl sich die Antworten an den Justizausschuss auf 225 Seiten belaufen und weitere 229 Seiten für die Beantwortung der Fragen des Senatsausschusses für Handel, Wissenschaft und Transportwesen aufgebracht wurden.

Viele Fragen hat Facebook gar nicht erst mit einer eigenen Antwort gewürdigt. So heißt es zu gleich sieben Fragen des Republikaners Ted Cruz: „Siehe Antwort zu Frage 2.“ Aber auch bei den beantworteten Fragen bleibt der Konzern zu meist recht vage und liefert kaum etwas, das Kenner der Materie überraschen sollte. Immerhin konnte der Konzern innerhalb der letzten zwei Monate eine Reihe von Konkurrenten ausfindig machen. Damit hatte sich Mark Zuckerberg bei der Anhörung schwergetan. In der schriftlichen Antwort listet Facebook Social-Media-Dienste wie Twitter, Pinterest, Snapchat und Videoplattformen wie Youtube und Vimeo sowie Messaging-Plattformen wie Telegram, Skype oder Line auf.

Facebook kennt euren Akkustand

Am interessantesten ist vermutlich noch, in welchem Umfang Facebook Gerätedaten von Nutzern abgreift. Der Konzern weiß beispielsweise, wie hoch der Akkustand, wie viel Speicher noch verfügbar und wie gut die WLAN-Verbindung ist. Am Desktop wiederum erkennt das soziale Netzwerk, ob der Facebook-Tab aktiv ist oder ob der Nutzer eigentlich gerade eine andere Seite betrachtet. Eine wirklich überraschende Erkenntnis ist das allerdings auch nicht. So ist seit Langem bekannt, dass Facebook bei der Komposition des Newsfeeds auch die Internetgeschwindigkeit von Mobile-Nutzern in Betracht zieht.

Kritiker dürften die Antworten von Facebook kaum zufriedenstellen. Zumal seit der Anhörung im April eine weitere Datenpanne bekannt wurde: Durch einen Softwarefehler sollen Beiträge von bis zu 14 Millionen Facebook-Nutzern ungewollt öffentlich gemacht worden sein.

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