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Fürs Durcheinander während Air-Berlin-Pleite: Edelweiss-Passagiere sollen Entschädigung bekommen

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Ende Mai machte BLICK publik, dass das Edelweiss-Personal gegen den schnellen Expansionskurs der Airline auf die Barrikaden geht. Jetzt entschuldigt sich das Management in dieser Sache bei ihren Partnern und macht Passagieren Versprechungen.

Edelweiss ist in Turbulenzen. Nicht finanziell – dort zeigen die Zahlen nach oben. Doch was den für gewöhnlich anständigen Service betrifft, dreht der Ferienflieger im roten Bereich.

Zur Erinnerung: Ende Mai machte BLICK publik, dass das Edelweiss-Personal mit den Arbeitsbedingungen und den angebotenen Leistungen massiv unzufrieden ist. In manchen Flugzeugen gebe es für die Passagiere keine Monitore mit Infos oder Unterhaltung. Auch bei der Sitzbreite, der Trennung der Buchungsklassen und beim Essen halte Edelweiss die Versprechen nicht: «Wir schämen uns im Moment für unser Kurzstrecken-Kabinen-Produkt», hiess es. Sogar Sicherheitsbedenken wurden laut, welche Edelweiss aber dementierte.

Jetzt fliegt das nächste brisante Service-Thema auf: Die Airline hat ein Problem mit «teils massiven Flugplanänderungen», wie das Branchenportal «About Travel» schreibt. Das Edelweiss-Management kriecht darum jetzt bei ihren Vertriebspartnern – zum Beispiel den Reisebüros – zu Kreuze. Es entschuldigt sich in einem Schreiben.

«Leider kam es in einigen Fällen zu unvorhergesehenen Fehlern, vor allem in der Kommunikation der Flugplananpassungen an unsere Vertriebspartner», zitiert das Branchenportal das Management.

150 Franken für Extra-Nacht im Doppelzimmer

Auch bei den betroffenen Passagieren wäscht sich Edelweiss weiss: Die Airline werde Passagiere, die wegen der Flugplanänderungen eine zusätzliche Übernachtung am Ferienziel einlegen müssten, mit bis zu 150 Franken pro Doppelzimmer entschädigen. Hinzu kommen bis zu 70 Franken für die Verpflegung. Fälle, welche diese Summen überschreiten, würden individuell geprüft, erklärt eine Edelweiss-Sprecherin gegenüber BLICK.

Grund für die Flugplanänderungen: der Air-Berlin-Konkurs. «In dessen Folge war lange unklar, welche Slots im Sommer 2018 verfügbar sein würden», heisst es. Zur Unsicherheit habe beigetragen, dass die Billig-Airlines Laudamotion und Ryanair 30 Flüge pro Woche ab Zürich anbieten wollten und die Start- und Landerechte dafür blockierten. Dass die beiden dann doch davon absahen, brachte Chaos in die Terminplanung.

Weiter verspricht Edelweiss: Wer neu so früh am Morgen fliegen müsse, dass er nicht mit dem ÖV zum Flughafen anreisen kann, dessen allfällige Mehrkosten werden teilweise oder gar vollständig übernommen. Die Sprecherin: «Unser Ziel ist es, für jeden Kunden eine adäquate Lösung zu suchen, welche ihm keine Zusatzkosten verursacht.»





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