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Nach Whatsapp-Verbot an Schulen: Aargauer Väter erfinden eigene App

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Seit dem neuen Mindestalter bei Whatsapp sind Klassenchats an Schulen zu einem Problem geworden. Schweizer Eltern reagieren nun mit einer eigenen App.

Elias Schibli (41) ist Vater von drei Kindern und der Erfinder von «Klapp». Das soll die Schweizer Alternative zu Whatsapp sein und in Schulklassen Verwendung finden.

Zusammen mit drei anderen Vätern und einem Zürcher Datenwissenschaftler hat der Sicherheitsexperte aus dem Aargau die App lanciert. «Als Eltern wollen wir die Kontrolle haben, was mit unseren Daten passiert und wer Zugriff darauf hat», sagt er zur «SonntagsZeitung».

Einwilligung der Eltern

Um «Klapp» zu nutzen, müssen die Schüler kein Mindestalter erfüllen, aber sie brauchen die Einwilligung der Eltern. Die Nutzerdaten der Schüler werden im Juli auf Servern in der Schweiz gespeichert. 

An 30 Schulen in den Kantonen Zürich, Aargau, Basel-Stadt, Luzern, Zug und Solothurn wird die App derzeit getestet. «Im Sommer werden wir kommerziell live gehen», sagt Schibli. 

«Whatsapp kommt nicht mehr infrage»

Seit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung, die Ende Mai in Kraft trag, gilt für Whatsapp das Mindestalter von 16 statt 13 Jahren. Dies hat Folgen für Schweizer Schüler und Lehrer, die über einen Klassenchat kommunizierten. Auch die Kantone stellt die neue Regelung und die Nutzung von Whatsapp vor ein Problem. «Die Lehrpersonen sind angehalten, gesetzliche und vertragliche Vorgaben einzuhalten», sagt Yvonne Leibundgut, Sprecherin der Bildungsdirektion des Kantons Zürich.

Ähnlich klingt es in Baselland. «Die Nutzung von Whatsapp kommt nicht mehr infrage, da die Nutzer mindestens 16 Jahre alt sein müssen», sagt Monique Juillerat, Sprecherin der kantonalen Bildungsdirektion. (man)





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