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Kantonale Wahlen GR: BDP-Parolini mit blauem Augen davongekommen

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Holte für die Bündner CVP den zweiten Regierungsratssitz: Grossrat Marcus Caduff. (Archivbild)

Die CVP ist die Gewinnerin der Bündner Regierungsratswahlen. Sie holte einen zweiten Sitz in der fünfköpfigen Exekutive. Haarscharf an einem Totalschaden vorbei geschrammt ist die BDP, deren bisheriger Regierungsrat Jon Domenic Parolini die Wiederwahl knapp schaffte.

Die neuen Mitglieder der Bündner Regierung in den kommenden vier Jahren heissen: Christian Rathgeb (FDP/bisher), Mario Cavigelli (CVP/bisher), Marcus Caduff (CVP/neu), Peter Peyer (SP/neu) und Jon Domenic Parolini (BDP/bisher). Die Stimmbeteiligung betrug 35,8 Prozent und unterschritt jene vor vier Jahren um über sieben Prozentpunkte.

Gewinnerin der Bündner Regierungsratswahlen ist unbestreitbar die CVP. Sie holte den vor 20 Jahren an die SP verlorenen Regierungssitz zurück und ist die einzige Partei mit einer Zweiervertretung. Neuer Regierungsrat ist der 45-jährige Marcus Caduff, Fraktionschef im Grossen Rat, aus Morissen im Bündner Oberland.

Von den Bisherigen hatte BDP-Regierungsrat Jon Domenic Parolini erwartungsgemäss am meisten Mühle. Er schaffte es letztlich mit 68 Stimmen Vorsprung über die Ziellinie.

Die BDP ist am stärksten von den illegalen Kartell-Absprachen in Graubünden betroffen, die von der Wettbewerbskommission hoch gebüsst wurden. Die Partei konnte den zweiten Sitz, jenen der zurücktretenden Barbara Janom Steiner, nicht halten. Kandidat Andreas Felix, Geschäftsführer des kantonalen Baumeisterverbandes, hatte vor den Wahlen das Handtuch geworfen.

Regierungsrat Parolini dürfte den Hauch von SVP-Kandidat Walter Schlegel im Nacken gespürt haben. Der Polizeikommandant lag am Schluss nur 68 Stimmen hinter dem amtierenden BDP-Regierungsrat. Schlegel übersprang zwar das absolute Mehr, fällt aber als überzählig aus der Wahl.

Der SVP gelang der Sprung in die Regierung somit auch im dritten Anlauf nicht. Zwei Mal hatte vorher Nationalrat Heinz Brand erfolglos kandidiert.

Den Schluss der Rangliste ziert Liedermacher Linard Bardill. Der 62-jährige Barde aus Mittelbünden blieb unter dem absoluten Mehr. Er war spät ins Rennen eingestiegen und hatte selber grosse Zuversicht, als Protestkandidat gewählt zu werden.





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