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Floating Video: Chrome testet Bild-in-Bild-Modus für Videos

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Der von Apple in Safari auf iOS und MacOS schon länger genutzte Bild-in-Bild-Modus für Videos kommt auch in den Chrome-Browser. Das Google-Team will die Technik standardisieren und bietet bereits ein Experiment an.

Mit iOS 9 hat Apple vor knapp drei Jahren einen Bild-in-Bild-Modus für Videos eingeführt und die Technik mit MacOS Sierra 10.12 auch auf den Desktop gebracht. Die auf Englisch ebenfalls schlicht als Picture-in-Picture bezeichnete Funktion testet Google nun auch in seinem Chrome-Browser und will die Technik offenbar im World Wide Web Consortium (W3C) als Standard vorantreiben.

Ziel der neuen Schnittstelle ist es laut Beschreibung, ein Floating-Video-Fenster zu erzeugen, das über den anderen Fenstern des Systems liegt. Das soll es ermöglichen, weiter das ausgewählte Video anzusehen, während gleichzeitig mit dem Rest der Seite interagiert wird oder eben auch mit anderen Anwendungen.

Bisher konnten frei verschiebbare Videoplayer im Browser außerhalb der Implementierung von Apple auch schon von Websitebetreibern umgesetzt werden – etwa als Canvas-Element. Dieser Player war dann aber lediglich auf die Seite und den Browser selbst beschränkt. Mit Hilfe der neuen Technik ist das Videofenster vom Browser und der Seite aus Nutzersicht losgelöst. So lässt sich auch der Browser minimieren und in andere Anwendungen wechseln, während das Video weiter angesehen werden kann.

Keine Anpassungen an Websites notwendig

Die nun vorgestellte W3C-API soll es Websites ermöglichen, das Verhalten zu steuern, indem über Start und Stopp der Funktion informiert wird. Der Modus soll außerdem über eine Geste auf dem Video-Element gestartet und über die Website selbst auch wieder beendet werden können.

Dass die Verwendung der Schnittstellen von den Websitebetreibern aber nicht notwendig ist, zeigt das für den Bild-in-Bild-Modus bereitstehende Experiment für den Chrome-Browser. Damit lässt sich die Funktion zum Beispiel auch mit dem Videoplayer von Golem.de problemlos nutzen, ohne Anpassungen vorgenommen zu haben.

Für das Experiment stellt Google-Entwickler François Beaufort eine Chrome-Erweiterung bereit. Die kann nur mit den aktuellen Vorabversionen ab Version 68 sowie in Kombination mit einigen experimentellen Funktionen des Browsers genutzt werden. Details zur Verwendung und Installation listet der Entwickler auf der dazugehörigen Github-Seite auf. Ob und wann die Funktion in einer stabilen Version des Chrome-Browsers erscheint, ist noch nicht entschieden.

Autor des Artikels ist Sebastian Grüner.





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